Ski WM: Superlative aus Saalbach
TV Skyline realisierte im Auftrag des ORF das Host Broadcasting der Ski WM in Saalbach.
Logistik
Eine Herausforderung bestand darin, dass die Rennen in Saalbach alle am selben Hang stattfanden. »Insgesamt arbeiteten wir mit rund 370 Kameraperspektiven. Es gab acht verschiedene Start- und Zielbereiche, also mussten wir genau planen, welche Kameras wann und wo sein mussten. Das war eine echte logistische Herausforderung«, so Kis.
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TV Skyline erstellte im Vorfeld unzählige Equipment-Pakete, bestückte sie akkurat und transportierte sie vor Ort in Saalbach mit rund 150 Helikopterflügen auf den Berg. »Wenn am Hang etwas fehlt, kann man nicht mal eben zum Rüstwagen gehen, um ein Kabel zu holen, da muss alles funktionieren«, so Kis.
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Kameratechnik
Um die Rennen bestmöglich in Szene zu setzen, waren pro Rennen im Schnitt 120 Kameras im Einsatz. Rund 60 davon waren Slomo- und Super-Slomo-Kameras, die andere Hälfte setzte sich aus klassischen Broadcast-Kameras, aber auch Cine-Kameras und vielen Spezialkameras zusammen.
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Um – unter anderem – die vielen Zeitlupenaufnahmen zu ermöglichen, setzte TV Skyline 13 EVS Via Server in Vollausstattung ein. »So kamen wir auf 156 EVS-Kanäle«, sagt Alexander Wenke, Technischer Gesamtleiter bei TV Skyline. Das Ergebnis dieser Technikschlacht: Tolle Bilder von der Piste, glitzernde Schneekristalle vor blauem Himmel, Schnee, der in Zeitlupe durch die Luft wirbelte und dazu mitreißende Aufnahmen von Drohnen, Kränen und Podesten.
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Eine besondere Rolle kam dabei der Inszenierung zu. Mit Chefregisseur Michael Kögler, der die internationale Regie übernahm und damit letztlich für die Bilder verantwortlich war, die in die Welt gingen, stand ein international renommierter ORF-Sportregisseur an der Spitze von TV Skyline. »Es macht großen Spaß, mit so einem Experten seines Fachs zusammenzuarbeiten. Es gibt aus meiner Sicht keinen, der Skisport besser in Szene setzen kann«, so Robert Kis.
Ton
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140 Mikrofone entlang der Rennstrecken zeichneten auf, wenn sich die Kanten der Rennskier in die eisige Piste frästen und den Schnee beiseite schoben oder wenn die Läuferinnen und Läufer nach einem Monstersprung wieder auf der Piste landeten. »Um all das einzufangen, braucht es auch eine aufwändige Toninstallation, die Stefan Thenmayer, unser technischer Leiter Ton, meisterhaft geplant und mit seinem Team umgesetzt hat«, erklärt Julian Reeh.
Resümee
»Für uns war es eine tolle Produktion, bei der wir aus dem Vollen schöpfen konnten, und wir sind dankbar, dass wir das für den ORF realisieren durften«, sagt Robert Kis.
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TV Skyline war mit 150 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor Ort, allein die Organisation der rund 2.100 Übernachtungen war eine Herausforderung.
Julian Reeh bilanziert: »So ein Projekt umsetzen zu dürfen, ist natürlich eine große Herausforderung, denn alle anderen Jobs wie Fußball-, Kultur- und andere Wintersportproduktionen liefen ja parallel weiter.
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Aber schlussendlich hat alles sehr gut geklappt, auch deshalb, weil alle ihr Bestes gegeben haben.«
Das sieht man den Bildern an: ORF und TV Skyline setzten die rund 600 Athletinnen und Athleten aus 60 Nationen überzeugend in Szene.
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